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Die BoxSport Magazin-Themen im Februar


Alis Spendenaufruf, Klitschkos Liebe und Universums Sorgen

Im Januar 2009 titelte der Boxsport nach Wladimir Klitschkos Sieg über Hasim Rahman: „Das war die Ami- Pfeife Nummer 6“. Diesmal heißt der Titel im Januar 2010, nach Vitali Klitschkos Sieg über Kevin Johnson: „Warum der  Stinker nicht K.o. ging“. Was uns da im Ring aus Amerika im Schwergewicht präsentiert wird ist eine Frechheit-Maulhelden, Pfeifen und Stinker. Diese Knalltüten sind unwürdig gegen die Klitschko-Brüder zu kämpfen.
Dennoch habe ich Vitali Klitschko zum „Boxer des Jahres 2009“ gewählt. Er hätte es verdient gehabt, aufgrund seiner drei WM-Siege nach dem glanzvollen Comeback über Samuel Peter.  Außerdem hat Arthur Abraham schon dreimal hintereinander den Titel gewonnen.
Aber die Fans und die Mehrzahl der Jury wählten ihn wieder. Entscheidend für seinen vierten Sieg in Folge war wohl der dramatische K.o.- Sieg über Jermain Taylor beim ersten Kampf des Super-Six- Turniers in Berlin.
Klarer noch als „King Arthur“ gewann sein Trainer Ulli Wegner. Es war schon sein siebter Triumph. Musste er sich im Vorjahr den Sieg noch mit Kollege Fritz Sdunek teilen, so war sein Titel-Gewinn diesmal so souverän wie noch nie. Dies ist nicht verwunderlich, da der Trainer- Fuchs mit seinen zehn Boxern keinen einzigen Kampf verlor.
Zwei Sieger aus dem Sauerland-Stall, dessen Big Boss, Wilfried Sauerland, in die Hall of Fame aufgenommen wird – als zweiter Deutscher nach dem legendären Max Schmeling.
Zwei Titelträger gibt es aber auch aus dem Box- Stall Universum. „Box-Queen of the year“ wurde auch in diesem Jahr wieder Susi Kentikian, die „Killer-Queen“. Und der „Amateur-Boxer des Jahres“, unser Weltmeister Jack Culcay Keth, ist inzwischen bei Universum gelandet, nachdem er dem olympischen Boxen den Rücken gekehrt hat.
Der Hamburger Box-Stall, der 2009 ein durchwachsenes Jahr durchlebte, will 2010 mit einem neuen Konzept wieder angreifen. Weniger Boxer, dafür mehr deutsche Fighter mit echten WM-Chancen.  Ähnlich sind die Planungen bei Arena mit Ahmet Öner, der angeblich einen deutschen TV-Partner im Rücken hat. Er will außerdem seine Kuba-Sterne, Gamboa und Solis, in Deutschland funkeln lassen.
Also auf ins Box-Jahr 2010. Mal sehen, was es gibt. Vieles wird sicherlich wieder anders, als man denkt. Viel Erfolg wünscht die BoxSport-Redaktion allen – natürlich eingeschlossen die gebeutelten Amateure, die erst die Finanzkrise zu verkraften hatten und dann noch mit Culcay Keth ihr Zugpferd verloren. Aber einige junge Talente lassen hoffen, dass bis 2012 bei Olympia in London der ein oder andere Aspirant für den WM-Titel wieder auf der Matte steht.


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