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Wo steckt noch Potenzial?

Tyron Zeuge ist aktuell Deutschlands einziger Weltmeister

Manche haben die besten Tage schon hinter sich, bei anderen wiederum reicht das Talent einfach nicht aus, um international mithalten oder gar WM-Gürtel erobern zu können. Aber es gibt auch Hoffnungsträger im deutschen Profiboxen. BOXSPORT und Experte Rüdiger May haben sich dieses brennenden Themas angenommen!

Das Halbschwer- und das Supermittelgewicht gehörten traditionell in den letzten Jahrzehnten zu den besonders starken Gewichtsklassen im deutschen Profiboxen. Ring-Helden wie Henry Maske, Dariusz Michalczewski, Graciano Rocchigiani und Sven Ottke boxten jahrelang in der Elite ihrer Limits. Auch im Schwergewicht zog Axel Schulz mit seinen Kämpfen die deutschen Boxfans in seinen Bann, ehe Vitali und Wladimir Klitschko folgten und zu Weltklasse-Boxern der Königsklasse wurden. Dazu prägten Champions wie Markus Beyer, Arthur Abraham, Felix Sturm (alle Supermittel), Jürgen Brähmer (Halbschwer), und Marco Huck (Cruiser) das Profiboxen hierzulande.

Doch sie alle haben mittlerweile ihre Karrieren beendet oder verloren in den vergangenen Jahren ihre WM-Titel. Aktuell ist Tyron Zeuge der einzige deutsche Weltmeister. Der Berliner aus dem Sauerland-Stall trägt den regulären Gürtel der WBA, spielt damit aber nur die zweite Geige. Denn in seinem Limit, dem Supermittelgewicht, existiert mit George Groves (England) noch ein WBA-Superchampion, der höher einzuschätzen ist.

Somit sind die Fragen berechtigt: Spielt das deutsche Profiboxen gegenwärtig im internationalen Vergleich keine Rolle mehr? Und über welches Potenzial verfügen unsere Boxer perspektivisch gesehen überhaupt, wenn sie wieder an die internationale Spitze oder einen WM-Gürtel herankommen wollen? BOXSPORT verschafft einen Überblick in den einzelnen Limits und analysiert, wie es um das deutsche Profiboxen wirklich steht - jetzt und in naher Zukunft.

SCHWERGEWICHT

Dank der Klitschko-Brüder war Box-Deutschland mehr als zehn Jahre lang der Mittelpunkt im internationalen Schwergewicht. Mit dem Rücktritt von Wladimir nach seiner Niederlage gegen Anthony Joshua endete diese Ära nun. Daran anknüpfen möchte bald Kubrat Pulev (25-1, 13 K.o.). Der 36-Jährige aus Sofia, der für den Sauerland-Stall antritt, trifft am 28. Oktober auf Weltmeister Anthony Joshua. Gibt es Hoffnung, dass Pulev das Zepter nach Deutschland zurückholt?

„Ich glaube, dass Joshua den Kampf gewinnen wird, sehe Kubrat jedoch nicht so chancenlos, wie es von vielen Experten zu hören ist“, sagt Rüdiger May. Doch selbst bei einer Niederlage räumt der BOXSPORT-Experte und frühere EU-Champion dem Bulgaren noch eine sportliche Perspektive ein. „Das Schwergewicht ist aktuell nicht so stark besetzt, dass ich ihn nach einer Niederlage abschreiben würde“...

Den gesamten BOXSPORT-Check zur deutschen Profiszene und vieles mehr finden Sie in der BOXSPORT-Ausgabe 11/2017 - jetzt am Kiosk!

Quelle: 

Imago/Jan Huebner

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