Emre Cukur: EM-Fight am 18. Dezember

Am 18. Dezember geht es für Emre Cukur (18-1, 3 K.o.) nach Großbritannien, wo er gegen Lokalmatador Jack Cullen (20-2-1, 9 K.o.) um den vakanten Titel als Europameister im Supermittelgewicht boxt...

Davis gewinnt harte Ringschlacht gegen Cruz

Panzer gegen Pitbull. Eigentlich war Isaac Cruz (22-2-1, 15 K.o.) nur als Ersatzgegner beim Fight gegen Gervonta Davis (26-0, 24 K.o.) eingesprungen und sollte ursprünglich auf der Undercard von...

Wasserman-Boxer triumphieren beim ersten Event mit Probellum

Für Wasserman Boxing war das erste gemeinsame Event mit Probellum am 3. Dezember in Ilsenburg ein voller Erfolg: Alle Boxer des früheren Team Sauerland konnten sich in ihren Fights durchsetzen. Im...

Ralf "Printe" Kompraß aus Düsseldorf (l.) gegen Alexander Müller aus Berlin

Berliner Boxer schlagen Düsseldorf mit 12 – 4, Ralf Krompaß unterliegt Alexander Müller nach harten Kampf, Eddie Müller und Martin Houben gewinnen ihre Profikämpfe.

Roman Fress steigt bei der "X-Mas Fight Night" wieder in den Ring

Zum Jahresauskläng lässt SES noch einmal die Fäuste fliegen. Kurz vor Weihnachten will der Magdeburger Stall mit der „X-Mas Fight Night“ am 18. Dezember im Maritim Hotel Magdeburg noch ein...

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Crawford schickt Porter in den Ruhestand

Crawford schickt Porter in den Ruhestand
Crawford schickt Porter in den Ruhestand

WBO-Welter-Weltmeister Terence Crawford (38-0, 29 K.o.) ging als 7:1-Favorit in den Kampf gegen Herausforderer Shawn Porter (31-4-1, 17 K.o.), was schon im Vorhinein etwas ungerechtfertigt schien. Auch im Kampf strafte „Showtime“ diese Einschätzung lügen und lieferte sich einen über weite Strecken einen ausgeglichenen Fight mit dem Titelverteidiger, auch wenn Crawford am Ende des Tages als erster Boxer aus dem Ring ging, der Porter stoppen konnte.

Crawford präsentierte sich als starker Techniker, der sich immer wieder auf seinen Gegner einstellte und sehr taktisch boxte. Porter dagegen erwies sich vor allem in den ersten Runden als aktiverer Boxer, der „Bud“ früh bedrängte und mit harten Angriffen attackierte. Crawford reagierte jedoch stets, passte seinen Stil an und konterte mit ähnlich starken Attacken. Beide Boxer konnten Runden für sich entscheiden, nach der Neunten sahen die Punktrichter Crawford mit 87:84 und zwei Mal 86:85 knapp vorn. Die Zehnte brachte jedoch die Entscheidung, als der Champ Porter bei einer Attacke mit einem sauber getimten Uppercut erstmals zu Boden schickte. „Showtime“ steckte den Treffer weg, versuchte Crawford zuzusetzen und ließ sich auf einen Schlagabtausch mit dem Titelverteidiger ein, in dem „Bud“ ihn erneut zu Boden schickte. Der 36-Jährige war zwar bereit weiterzukämpfen, doch sein Vater und Trainer Kenny warf das Handtuch, da er vermutete, dass sich das Blatt nicht mehr wenden würde.

Im Post-Fight-Interview nannte Porter seinen Kontrahenten noch im Ring dann auch „den besten Gegner, mit dem ich je im Ring gestanden habe“. Bei der anschließenden Pressekonferenz verkündete er seinen Ruhestand: „Ich bin bereit mich zur Ruhe zu setzen. Ich war bereit meinen Ruhestand heute Abend zu verkünden, egal ob Sieg, Niederlage oder Unentschieden.“ Er hatte sich in möglichst gesundem Zustand zur Ruhe setzen wollen, eigentlich schon nach seinem Kampf gegen Errol Spence jr. (27-0, 21 K.o.). „Ich wusste, dass Spence jr. mein letzter Kampf werden würde, nachdem er 2017 Champ wurde. Und ich habe gesagt, dass es mein letzter Fight werden würde“, so Porter. „Und nachdem wir gekämpft hatten, hatte ich das Gefühl, dass es da noch mehr gibt, und dieses mehr war Terence Crawford.“

Crawford wiederholte, dass er als nächstes gegen Spence jr. boxen wolle – ein Kampf, nach dem „Bud“ schon lange ruft. Da Spence jr. via Split Decision gegen Porter gewann, Crawford ihn hingegen stoppen konnte, ist sich der WBO-Weltmeister seiner Sache besonders sicher. Allerdings wird er diesen Kampf nun als „Free Agent“ suchen, da sein Vertrag bei Top Rank ausgelaufen ist. In der Vergangenheit hatte es Unstimmigkeiten zwischen Promoter Bob Arum und seinem Schützling gegeben, der zu den besten Pound-for-Pound-Boxern gehört. „Wisst ihr, Bob konnte mir den Spence-Fight nicht verschaffen, als ich noch für ihn geboxt habe. Wie will er mit den Spence-Fight also verschaffen, wenn ich nicht mehr für ihn boxe?“, sagte Crawford bei der Pressekonferenz.

Text: Nils Bothmann

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