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Doping-Kontroverse um Fight von Oscar Valdez

Doping-Kontroverse um Fight von Oscar Valdez
Doping-Kontroverse um Fight von Oscar Valdez

Am Freitag, den 10. September, verteidigte Oscar Valdez (30-0, 23 K.o.) den WBC-Titel im Superfeder gegen den Brasilianer Robson Conceicao (16-1, 8 K.o.). Der Mexikaner schlug den zuvor unbesiegten „Nino“ in zwölf Runden einstimmig nach Punkten. Wesentlich turbulenter als der Kampf an sich war jedoch dessen Vorspiel.

Die B-Probe des 30-jährigen Titelverteidigers war nämlich positiv auf Phentermin getestet worden, das auf der VADA-Liste der verbotenen Substanzen steht – bereits in der A-Probe waren Spuren des Mittels gefunden worden. Die VADA (Voluntary Anti-Doping Agency) hat jedoch andere Regelungen als die WADA (World Anti-Doping Agency). Die WADA lässt bestimmte Substanzen „out of competition“ (deutsch: außerhalb des Wettkampfs) zu, was bedeutet, dass diese erst um 0 Uhr am Kampftag nicht mehr im Körper des Athleten nachweisbar sein dürfen. Der Appetitzügler Phentermin gehört zu jenen Mitteln, die „out of competition“ erlaubt sind. Das WBC folgte der WADA-Regelung und sanktionierte Valdez‘ freiwillige Titelverteidigung, da er bei einem späteren Test am 30. August negativ testete – die vorige Probe war am 13. August genommen worden.

Der Champ erklärte, dass er nie bewusst entsprechende Mittel zu sich genommen habe. „Ich habe niemals verbotene Substanzen benutzt, um meine Performance zu verbessern. Habe ich nie und werde ich nie. Ich schätze die Anti-Doping-Tests seit meiner Zeit als Amateur und jetzt als Profi“, gab Valdez zu Protokoll. „Seit ich Profi bin, habe ich mehr als 30 Anti-Doping-Tests unterzogen. Wir fragen immer danach und wir gehen sich, dass es im Vertrag steht, damit die VADA-Tests stattfinden, der Sport sauber bleibt und niemand einen Vorteil hat.“ Genau diesen Vorteil sahen allerdings manche Stimmen aus der Box-Welt bei ihm, da er seinen Titel ungestraft verteidigen durfte und das WBC den laxeren WADA-Regeln folgte. Unter anderem Shakur Stevenson (16-0, 8 K.o.) als potenzieller nächster Gegner von Valdez und IBF-Supermittel-Champ Caleb Plant (21-0, 12 K.o.) kritisierten die Vorzugsbehandlung des Schützlings von Startrainer Eddy Reynoso.

Text: Nils Bothmann

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