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IOC schließt AIBA aus – aber Boxen wird olympisch bleiben

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) gab gestern in Lausanne seine Entscheidung über die Zukunft des Boxens und der AIBA bei den Olympischen Spielen bekannt.

Das IOC entschied, dass der Boxweltverband AIBA suspendiert wird und weder die Qualifikation, noch das Boxturnier bei den Spielen in Tokio ausrichten darf. In den vergangenen Jahren geriet die AIBA immer wieder in die Kritik. Die finanzielle Situation, der Anti-Doping-Kampf, die Führung des Verbandes und umstrittene Kampfrichter und -urteile wurden bemängelt. Das bedeutet aber nicht das Aus für den Boxsport bei Olympia 2020. Vielmehr soll das Turnier nun von anderen Gremien organisiert werden. Das ist das Ergebnis einer sechsmonatigen Untersuchung durch das IOC.

„Wir wollten sicherstellen, dass die Athleten ihren Traum verwirklichen und an den Olympischen Spielen teilnehmen können“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach in einem Statement. Zudem sprach der 65-Jährige von „notwendigen Konsequenzen für die AIBA“. Allerdings ist der Ausschluss des Boxverbandes noch nicht rechtskräftig. Das soll durch die IOC-Vollversammlung, die vom 24. bis 26. Juni in Lausanne tagt, beschlossen werden.

Für die Boxerinnen und Boxer soll sich in Tokio hingegen nichts ändern. Wie geplant werden 286 Athletinnen und Athleten in acht (Männer) beziehungsweise fünf (Frauen) Gewichtsklassen in den Ring steigen. Die Qualifikationsturniere sollen nun nach IOC-Richtlinien ablaufen. Der Japaner Morinari Watanabe, gleichzeitig Präsident des Internationalen Gymnastik-Verbandes, soll die Organisation übernehmen. Für die Ausrichtung des olympischen Boxturniers hat das IOC eine Taskforce eingesetzt.

Die AIBA reagierte indes geschockt und mit Unverständnis auf das Ergebnis der Untersuchungskommission. „Als Exekutivmitglied der AIBA sage ich: Eine Suspendierung wird von mir und sicherlich auch meinen Kollegen nicht akzeptiert“, sagte Jürgen Kyas, Präsident des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Das werden wir uns nicht gefallen lassen. Wir haben alle Forderungen erfüllt. Weshalb werden wir ausgeschlossen? Ich höre nur nichtssagende Allgemeinplätze wie Verstoß gegen die olympische Charta und Ethikkodex. Was heißt das konkret?“, kritisierte Kyas das IOC. Selbst mit einer Klage der AIBA gegen das IOC rechnet der DBV-Präsident.

Der Weltverband argumentiert, dass man die in den Jahren angehäuften Schulden von 40 Millionen auf 16 Millionen Dollar abgebaut habe, die Dopingkontrollen verschärft habe und im Vergleich zu Rio 2016 mit einem neuen Team von Kampfrichtern arbeite. Zudem ist auch der umstrittene Präsident Gafur Rachimow aus Usbekistan zurückgetreten. Seitdem wird die AIBA von Mohamed Moustahsane (Marokko) geführt. Für das IOC sind die Änderungen aber nicht ausreichend.

Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die IOC-Vollversammlung die Entscheidung des Exekutivkomitees Ende Juni bestätigen wird. Dennoch macht Thomas Bach den AIBA-Verantwortlichen Hoffnung für die Zukunft: „Gleichzeitig bieten wir einen Weg, die Suspendierung wieder aufzuheben, aber es sind weitere fundamentale Änderungen notwendig.“

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