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News

Manuel Charr: „Unsere Hände müssen im Himmel sein“

Am 29. September geht es für Manuel Charr im Schwergewichts-Fight gegen Fres Oquendo praktisch um alles oder nichts – nur mit einem Sieg in der Lanxess-Arena stehen dem „Koloss von Köln“ weiter alle Türen offen. BOXSPORT traf  den regulären WBA-Weltmeister im Düsseldorfer UFD-Gym und sprach mit ihm über seinen nächsten Kampf und die weiteren Pläne.

Manuel, ein Motto von dir lautet: „Road to Undisputed“ – der Weg zum unumstrittenen Champion. Wie stellst du dir diesen Weg genau vor?

Ich muss erst den Kampf gegen Fres Oquendo gewinnen. Dann denke ich an den nächsten Fight und werde ich mich zurückziehen, mit meinem Investor und Manager Christian Jäger und über den nächsten Kampf sprechen. Ich würde sehr gerne gegen Anthony Joshua boxen. Sollte das nicht zustande kommen, werde ich Ende diesen  oder Anfang nächsten Jahres eine freiwillige Titelverteidigung machen und danach direkt den WM-Titel angreifen.

Wie lautet dein Matchplan für den Kampf gegen Oquendo?

Mein Plan ist ein Punkt- oder ein K.o.-Sieg, der Sieg ist aber das Wichtigste. Man darf keinen Gegner unterschätzen. Wir werden erfolgreich sein und unsere Hände müssen im Himmel sein. (schmunzelt)

Wie bist du mit deiner Vorbereitung zufrieden?

Ich bin sehr zufrieden, äußerst aktiv und stark drauf.  Es herrscht eine super Harmonie im ganzen Team.

Wie wichtig sind dabei die neuen Hüftgelenke?

Sehr wichtig, das konnte man heute beim Aufwärmen mit meinem Fitnesscoach Chris Mohr sehen. Wir absolvieren viele Übungen zur Stärkung  meiner Muskulatur, dazu hat sich meine Beinarbeit maximal verbessert. Ich bin ein ganz neuer Manuel Charr. Ich war früher der deutsche Panzer – nach vorne in der Doppeldeckung. Aber jetzt bin ich beweglicher und schneller und mache das, was mein Trainer Sükrü Aksu für wichtig hält: treffen, ohne getroffen zu werden.

Es gibt ein Video von dir und Deontay Wilder auf Instagram. Worüber habt ihr gesprochen?

Road to Undisputed (lacht)...Wir wollen gerne gegeneinander boxen. Wilder hat seinen Kampf gegen Tyson Fury, ich meinen gegen Fres Oquendo. Und sollte Anthony Joshua weder ihn noch mich boxen, dann boxen wir beide gegeneinander.

Zum Thema „deutscher Pass“ äußerte sich dann noch Charrs Manager Christian Jäger. „Es ist noch ein Steuerverfahren anhängig, das wohl als Hinderungsgrund für die Einbürgerung gilt“, erklärte der Österreicher. „Soweit ich das überblicken kann, ist es auch keine dramatische Geschichte. Nach Einschätzung unserer Juristen wird es sich in Wohlgefallen auflösen. Aber es dauert eben.“

Interview: Julius Stoll

Foto: 

Imago/Sven Simon