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Text: Max Wipperfürth

 

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Text: Max Wipperfürth / Pressemitteilung

 

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Schwergewichts-WM: Joshua besiegt harmlosen Ruiz

Anthony Joshua hat sich die Weltmeister-Gürtel der Verbände WBA (Super), IBF, WBO und IBO im Rematch gegen Andy Ruiz jr. zurückgeholt. Der Brite setzte sich in der Diriyah-Arena in Saudi-Arabien mit einem klaren Punktsieg (119:109, 119:109 und 118:110) gegen seinen Rivalen und einstigen Bezwinger durch.

In einem einseitigen Gefecht agierte der 10 Zentimeter kleinere Ruiz zumeist planlos und schaffte es nur selten, „AJ“ in Bedrängnis zu bringen. „Ich habe mich nicht sonderlich gut vorbereitet auf diesen Kampf“, gestand der Unterlegene anschließend. Dem gab es kaum etwas hinzuzufügen.

Joshua hielt sich den vermeintlichen „Destroyer“ über 12 Runden weitestgehend vom Hals und vermied es, in den Infight zu kommen, indem er seine Reichweiten-Vorteile nutzte und sich dazu besser bewegte als noch im ersten Duell. Am 1. Juni hatte AJ im Madison Square Garden noch eine schwere K.o.-Niederlage gegen Ruiz erlitten.

Der US-Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln trat zum Remach in Diriyya mit etlichen Kilos mehr auf den Hüften an als noch vor Monaten beim Fight in New York. Dadurch büßte Ruiz einiges seiner Explosivität und Schnelligkeit ein. Joshua, der sich nach seiner Titel-Rückeroberung in einem Atemzug mit Schergewichts-Größen wie Floyd Patterson, Muhammad Ali oder Lennox Lewis nennen darf, wirkte fitter und konzentrierter als im ersten Aufeinandertreffen.

Ruiz forderte nach seiner Punktniederlage zwar gleich ein drittes Duell gegen Joshua. Fraglich ist allerdings, ob die Box-Welt ein solches noch unbedingt sehen will. Fans und Experten würden wohl  eine Unification zwischen Joshua und WBC-Champion Deontay Wilder (USA) vorziehen.

 

Foto: 

Imago – Valery Sharifulin/TASS