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News

So lief die Box-Gala in Neustadt-Glewe

Text: Wolfgang Wycisk

Es war eine feine Box-Gala, die Fortschritt Neustadt-Glewes Sektionsleiter Gerrit Elfert am 23. November feierte. Zuerst traten seine Amateure in einer Kampfgemeinschaft mit Eintracht Berlin gegen den polnischen Spitzenclub Wisla Tczew an, danach folgten vier Profikämpfe. Elfert plante das Event sorgfältig. Unterstützung erhielt er von Harald Lange, dem Präsidenten von Eintracht Berlin, der auch den „VIP Teil“ der Box-Gala organisierte und die Schweriner Boxprominenz in die erste Reihe holte. Dazu gehörten auch Olympiasieger Jochen Bachfeld sowie der zweifache Europameister Richard Novakowski.

Wie in den Vorjahren organisierte der Berliner Box-Manager Winfried Spiering den Profi-Teil des Events und zeigte wieder einmal das richtige „Händchen“. Elferts Dank galt aber nicht nur Lange und Spiering sondern allen, die dieses Event ermöglichten: Seinem Sektionsteam, den vielen Sponsoren sowie der Stadt Neustadt-Glewe.

Das Publikum feierte in der restlos ausverkauften Neustädter Sporthalle „Zur Kuhdrift“ jeden Boxer. Dafür legte DJ Patrick Slopsema, selbst ein ehemaliger Neustädter Boxer, die Musik auf. 
Die Fans staunten über die vielen talentierten Kämpfer, die Elfert für seine Staffel aufstellte. „Gottseidank gibt es bei Fortschritt keine Nachwuchskrise, und die Gewichtsklassen, in die unsere Athleten noch hineinwachsen werden, die füllte mein Freund Harald Lange mit seiner Eintracht Berlin“, sagte Elfert.

Die Boxer der Kampfgemeinschaft konnten sich gegen Wisla Tczew knapp durchsetzen, wobei die Fights von Djamill Schröder und Ari Mousa, beide Berlin, sowie dem Polen Patryk Walczak nicht über die Zeit gingen. Die drei waren ihren Gegnern derart überlegen, dass der Referee vorzeitig abbrach. Im letzten Amateurgefecht wurde es noch einmal richtig spannend. Denn Fortschritts Superschwergewichtler Konrad Wiesniewski boxte in einem harten Fight gegen den Boizenburger Michael Pieper. Keiner der Kontrahenten konnte einen Punktevorsprung aufbauen. Entsprechend fiel das Urteil der Jury aus – sie wertete unentschieden.

Der Profiteil bestand aus vier Kämpfen mit insgesamt 24 Runden. Doch so lange brauchten die Profis bei weitem nicht. Zuerst stoppte der Feuerwehrmann Mateusz Denis Okbi den Ungarn Norbert Magyar. Mit guter Übersicht hielt Okbi den Ungarn an den Seilen und stellte ihn schließlich in der Ringecke. Hier war der Ungar Okbis kraftvollem Still ausgeliefert und musste runter. In der 2. Runde dann der Knockout: Mit einem linken Haken aus dem Lehrbuch beendete Okbi nach 1:40 Minuten den Fight. Für seine Leistung bekam er die Auszeichnung für den besten Profi-Boxer des Abends.

Wikings IBO-Continental-Meister Sven Elbir schlug Morrama Dheisw nach nur 48 Sekunden schwer k.o. Erst nach einigen Minuten intensiver Betreuung durch die Ringärztin Dr. Beatrix Raudszus kam Dheisw wieder auf die Beine. Für Sven Elbir, Kampfname „Batman“, war es der 13. K.o.-Sieg in seinem 17. Kampf.

Im dritten Fight des Abends kam es zu einer interessanten Begegnung zwischen dem ehemaligen „Schachboxer“ Maksim Bogancov aus Berlin und dem mit 39 Kämpfen sehr erfahrenen Ungarn Pal Olah. Bogancov boxte den alten Hasen Olah klassisch aus und wurde nach sechs Runden einstimmiger Punktsieger.

Im letzten Gefecht hatte der Hamburger Alexander Pavlov keine Probleme mit dem mit 20 Profikämpfen im Rekord angereisten Ungarn Istvan Szucs. Pavlov setzte klare Treffer, die auch psychologische Wirkung zeigten. Denn nach weiteren Treffern ging Szucs zu Boden und lamentierte eine Fußverletzung. Sieger durch T.K.o. in der zweiten Runde: Alexander Pavlov. Der hätte sicherlich gerne mehr seines Könnens gezeigt. Auf alle Fälle hat Pavlov bewiesen, dass er ein würdiger Herausforderer für Wikings Ronny Mittag im Kampf um die Internationale Deutsche Meisterschaft ist, den Spiering für März plant.

Im Interview zeigte sich Spiering zufrieden mit den Ergebnissen und freut sich nun auf den Titelkampf zwischen Mittag und Pavlov: „Ronny und Alexander werden das zeigen was die Fans sehen wollen. Boxer, die an ihr Limit gehen werden und sich nichts schenken.“  Auch von seinem kubanischen Supermittelgewichtler William Scull überbringt er gute Nachrichten: „Wenn unsere Planungen greifen, dann wird William im ersten Quartal des nächsten Jahres Giovanni de Carolis um den WBC-International-Titel herausfordern. Die WBC hat bereits ihr Einverständnis signalisiert.“

Sensationell fände Spiering einen Kampf zwischen Scull und Jürgen Brähmer: „Für mich gehören Jürgen und William zu den weltbesten Supermittelgewichtlern und es wäre ein Duell, um das sich nicht nur die deutschen Medien reißen würden.“

Foto: 

Günther Schulz