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Evander Holyfield: Comeback gegen Kevin McBride

Seit letztem Jahr denkt auch Box-Legende Evander Holyfield (44-10-2, 29 K.o.) an ein Comeback, zumindest für Schaukämpfe. Trendsetter war sein alter Rivale Mike Tyson (50-6, 44 K.o.), der mit...

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Triller ersteigert Lopez vs. Kambosos für 6 Millionen

Triller ersteigert Lopez vs. Kambosos für 6 Millionen
Triller ersteigert Lopez vs. Kambosos für 6 Millionen

Der Videodienst Triller machte letztes Jahr von sich reden, als er den Schaukampf von Mike Tyson und Roy Jones jr. zu seinem Start übertrug. Der neue Player im Streaminggeschäft will sich im Boxen etablieren und bot gut 6 Millionen Dollar für die Titelverteidigung von Leichtgewicht-King Teofimo Lopez (16-0, 12 K.o.) gegen den australischen Herausforderer George Kambosos (19-0, 10 K.o.) – mehr als Lopez‘ Promoter Top Rank (ca. 2,3 Millionen) und Matchroom Boxing (ca 3,5 Millionen) für den Kampf boten.

Top-Rank-Boss Bob Arum ist nicht sauer, dass Triller den Kampf ersteigerte. „Wir hätten für den Kampf lediglich gezahlt, was er wert ist. Wir denken, dass er 2 Millionen wert ist, aber wir haben das Angebot etwas erweitert“, sagte der Promoter zu „BoxingScene.com“. „Es ist schön und wunderbar, dass Triller so viel geboten hat. Ich hoffe das funktioniert für sie, denn wir haben viel Geld in fünf Minuten gemacht. Beinahe 800.000 Dollar ist gutes Geld. Ach was, es ist großartiges Geld. Lopez vs. Kambosos ist kein Kampf erster Güte. Es ist kein Must-See wie Oscar Valdez vs. Miguel Berchelt. Es ist ein Kampf zwischen demjenigen, der Vasiliy Lomachenko geschlagen hat, und jemandem, der nicht zur Box-Elite gehört. Wenn es um Teofimo gegen Ryan Garcia ginge, dann sähe die Versteigerung ganz anders aus.“

Allerdings war Arum sauer auf Matchroom-Boss Eddie Hearn, denn hätte dessen Stall die Versteigerung gewonnen, wäre der nächste Lopez-Fight bei DAZN gelandet. Arums britischer Kollege verstand die Aufregung nicht, da auch er nicht gewann und Lopez nun bei Triller, also auch nicht bei Arums Vertragspartner ESPN boxen wird. Außerdem habe er nichts Verwerfliches getan. „Teofimo Lopez nahm die Chance wahr für wenig Geld gegen Lomachenko zu boxen, weil er glaubte, dass er gewinnen könnte und dass er dafür die Entlohnung bekommt, die er verdient. Aber dann? Als er siegt, wollten sie ihm das nicht geben. Und das ganze Problem wurde von Top Rank verursacht“, schoß Hearn zurück. Top Rank hatte Lopez nur dessen vertraglich garantierte Mindestsumme von 1,25 Millionen Dollar für den Kambosos-Fight angeboten, was dieser nicht akzeptierte. Nun wird er deutlich besser entlohnt, da er als Titelverteidiger 65% der Börse erhält. „Wenn du keinen Deal mit deinem Boxer hinkriegst und der Kampf auf den freien Markt kommt, dann musst du die Konsequenzen tragen. Und die Konsequenz ist die, dass jemand anderes aus dem Nichts kam und einen deiner größten Boxer auf deiner Plattform, nämlich ESPN, genommen und auf seine Plattform gepackt hat. Es ist ein Desaster für Top Rank“, stellte Hearn seine Sicht der Dinge klar.

Text: Nils Bothmann

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