Wer ist euer „Boxer des Jahrzehnts international“?

Bis zum 20. Januar könnt ihr noch eure „Boxer des Jahrzehnts“ in den Kategorien Boxer national, Boxer international, Trainer und Frauen küren....

Eddie Hearn: Viele Angebote für Joshua vs. Fury

Da die Corona-Pandemie Großbritannien immer noch fest im Griff hat und unklar ist, wann und unter welchen Bedingungen dort Kämpfe stattfinden können, streckt Promoter Eddie Hearn die Fühler nach...

Tyson Fury will Wilder nie wieder eine Chance geben

Derzeit laufen Vermittlungsgespräche bezüglich des dritten Fights zwischen Deontay Wilder (42-1-1, 41 K.o.) und Tyson Fury (30-0-1, 21 K.o.). Nach mehreren Verschiebungen hatte das Team des Briten...

Sergey Kovalev testet positiv auf synthetisches Testosteron

Eigentlich soll der frühere WBO-Weltmeister im Halbschwergewicht Sergey Kovalev (34-4-1, 29 K.o.) am 30. Januar gegen Bektemir Melikuziev (6-0, 5 K.o.) kämpfen. Der Fight wurde aufgrund der Corona...

Teofimo Lopez: „Mein Körper ist bereit für den Aufstieg“

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Tyson: Ich mache nach Jones-Fight weiter

Tyson: Ich mache nach Jones-Fight weiter
Tyson: Ich mache nach Jones-Fight weiter

Am Samstag trafen Mike Tyson (50-6, 44 K.o.) und Roy Jones jr. (66-9, 47 K.o.) zu ihrem lang angekündigten Schaukampf aufeinander, der zwar nicht von der California State Athletic Commission (CSAC), aber von drei Punktrichtern des WBC gewertet wurde (BOXSPORT berichtete). Im Kampf zeigten die Ringlegenden unterschiedliche Strategien: Während Tyson den Knockout suchte und seinen Kontrahenten immer wieder mit harten Kombinationen zu treffen versuchte, bestand Jones‘ Plan darin, den Gegner durch Ausweichen und ständiges Klammern zu ermüden. Die Strategie des 51-Jährigen ging jedoch nicht so ganz auf, denn „Iron Mike“ zeigte – im Gegensatz zu Jones jr. – keinerlei Ermüdungserscheinungen, auch wenn er den früheren Pound-for-Pound-King nicht innerhalb der acht Zwei-Minuten-Runden ausknocken konnte. Jones jr. landete zwar die eine oder andere gelungene Kombination, doch nach Ansicht der meisten Zuschauer und Kommentatoren verkaufte sich Tyson wesentlich besser, weshalb es eine Überraschung war, dass bei den WBC-Punktrichtern am Ende ein Unentschieden als Wertung herauskam.

Während Jones jr. zuletzt 2018 im Ring stand, hatte Tyson vor rund 15 Jahren das letzte Mal professionell gekämpft. Doch die Fitness der 54-jährigen Schwergewichtslegende beeindruckte Jones jr. „Ich war überrascht, dass er acht Runden durchstehen konnte. Er kann das gegen jeden durchstehen. Wenn er trifft, dann hast du ein Problem“, erklärte er. „Ich dachte, ich hätte den Kampf gewonnen, denn ich habe besser gejabt und den Fight kontrolliert, aber das Unentschieden ist auch total okay für mich.“ Auch die Schlagkraft von „Iron Mike“ stellte Jones jr. noch einmal gesondert heraus: „Alles tut weh, wenn er dich trifft, und du bist danach so benommen. Ich denke, ich habe den Uppercut am meisten gespürt. Mein Kinn fühlt ihn immer noch.“

Wenn es nach Tyson geht, dann soll die Veranstaltung vom Samstag nur die erste in einer ganzen Reihe sein, in der von ihm gegründeten „Legends Only League“ (BOXSPORT berichtete). Und „Iron Mike“ will auf jeden Fall weitermachen. „Ich bin glücklich, dass ich nicht ausgeknockt wurde oder sowas. Beim nächsten Schaukampf werde ich besser sein“, kündigte er an. „Früher habe ich es auf den schnellen K.o. angelegt. Jetzt trainiere ich für die volle Distanz. Ich erwarte nicht zu gewinne. Ich erwarte acht Runden hinzulegen und das Publikum zu unterhalten.“ Wie bei dem Fight gegen Jones jr. sollen die Gewinne zukünftiger Veranstaltungen für wohltätige Zwecke gespendet werden. Für den Box-Star ist dies auch Teil eines Image-Wandels. „Den alte Mike Tyson gibt es nicht mehr. Das hier ist eine bessere Aufgabe für mich. Ich habe ein Ziel. Ich habe nie gemocht, wer  ich war. Ich mag, wer ich jetzt bin“, sagte Tyson.

Text: Nils Bothmann

Foto: 

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