Hasim Rahman gelang der Lucky Punch gegen Lennox Lewis

Platz 4: Hasim Rahman (50-9-2, 41 K.o.)

Fury-Wilder III eventuell nicht in Las Vegas

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten diverse Fights verschoben werden, darunter auch das Finale der Ring-Trilogie zwischen Tyson Fury (30-0-1, 21 K.o.) und Deontay Wilder (42-1-1, 41 K.o.), das...

Kubrat Pulev: Joshua-Fight offiziell verschoben und Spende gegen Corona

Obwohl lange Zeit noch der 20. Juni 2020 als Termin für den Kampf zwischen Dreifach-Champ Anthony Joshua (23-1, 21 K.o.) und IBF-Pflichtherausforderer Kubrat Pulev (28-1, 14 K.o.) geführt wurde,...

Ryan Garcia will gegen Gervonta Davis kämpfen

Leichtgewichtler Ryan Garcia (20-0, 17 K.o.) ist der neue Golden Boy im Stall des gleichnamigen Promoters. Der 21-Jährige, der am Valentinstag nur 80 Sekunden für einen Sieg über Franceso Fonseca...

Montell Griffin (l.) gewann sein Hit gegen Roy Jones jr. nicht aus eigener Kraft

Platz 5: Montell Griffin (50-8-1, 30 K.o.)

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News

Universum vs. ZDF: Streit ums Box-Experiment

Autor(in): 

Frank Schwantes
Universum vs. ZDF: Streit ums Box-Experiment

Die Rückkehr des ZDF im Profiboxen wird vorerst eine einmalige Sache bleiben. Aus der geplanten  Veranstaltung am 4. April mit Universum Box-Promotion steigt der Sender aus, wie er mitteilte. Das allerdings sorgt für große Verärgerung beim Hamburger Boxstall, der nun heftige Vorwürfe gegen das ZDF erhebt.

Der öffentlich-rechtliche Sender hatte im vergangenen November erstmals nach neun Jahren wieder eine Profibox-Veranstaltung übertragen, mit Universum-Boxer Artem Harutyunyan als Hauptkämpfer. 820.000 Zuschauer bescherten dem Box-Experiment damals eine bescheidene Einschaltquote (Marktanteil: 8,2 Prozent).

Vor diesem Hintergrund erklärte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann nun gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Wir haben uns mit Universum nicht auf eine Fightcard verständigen können. Einen zweiten Boxabend wird es mit dem Boxstall deshalb nicht im ZDFgeben. Die Zuschauer-Resonanz nach der ersten Veranstaltung war ernüchternd.“

Universum-Chef Ismail Özen-Otto teilte daraufhin sein Unverständnis mit. „Wir sind sehr überrascht und enttäuscht über diese Nachricht“, so der Hamburger Promoter. „Wir haben einen gültigen Vertrag mit dem ZDF über noch mindestens eine Veranstaltung und waren in konstruktiven Gesprächen.“ Am vergangenen Donnerstag habe man sich telefonisch auf Kampfpaarungen verständigt, danach sei man in der Detailabstimmung gewesen. „Wir gehen davon aus, dass das ZDF seine Verpflichtungen einhält“, betonte Özen-Otto. „Schließlich haben wir auch Verträge mit Boxern geschlossen, die wir auf jeden Fall einhalten werden.“

Boxprofi Artem Harutyunyan, der mit einer Handverletzung nicht hätte am 4. April in den Ring steigen können, brachte in einer persönlichen Stellungnahme ein pikantes Detail zur Sprache. „Keiner weiß, dass mir von der ZDF-Sportleitung empfohlen wurde, meinen Namen zu ändern“, erklärte er via Facebook. Sein Name klinge nicht deutsch genug und sei nur schwer zu vermarkten, so der Leichtgewichtler, der 2016 Olympia-Bronze für Deutschland gewonnen hatte.

„Der Spiegel“ hatte darauf einen Artikel veröffentlicht unter dem Titel: „Ist dieser deutsche Boxer nicht deutsch genug fürs ZDF?“. „Sie würden lieber einen Nicht-Titelkampf zeigen, Hauptsache der Boxer ist Deutscher“, wird Özen-Otto in dem Beitrag zitiert. „Die Botschaft war klar: Nur wenn Artem seinen Namen ändert, hätte er auf dem deutschen Markt eine Chance.“

Darauf reagierten die Sender-Verantwortlichen und distanzierten sich von jeglichen Rassismus-Vorwürfen. „Die Spiegel-Geschichte ist falsch“, erklärte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann. „Die Vorwürfe sind haltlos und ich verwahre mich dagegen. Wir haben Artem Harutyunyan beim ersten Boxabend als Hauptkämpfer akzeptiert und hätten das auch bei einem zweiten Abend getan.“

Laut „Bild.de“ hat Promoter Ismail Özen-Otto die Angelegenheit nun „an einen Anwalt übergeben“.

 

 

 

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Imago Images/Chris Emil Janßen