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Weihnachtliche Knockouts bei „Boxen im Norden“

„Boxen im Norden“

Weltmeister, ehemaliger Kindersoldat, gerissenes Trommelfell - der erste Adventssonntag auf dem Hamburger Kiez hatte so einiges im Angebot.

Die Location „Große Freiheit 36“, ohnehin bekannt für extravagante Darbietungen jeglicher Art, war Gastgeber von „Boxen im Norden“ – einem Event voller Höhepunkte im Seilquadrat. Und auch einem Event mit namhaften Fightern im selbigen.

So zum Beispiel auch der ehemalige IBF-Weltmeister im Halbmittelgewicht Kassim Ouma (29-11-1, 18 K.o.), der bei seinem Comeback gegen Ilias Essaoudi (12-0-0, 9 K.o.) boxte, jedoch nach einem tollen Fight den Ring als Verlierer verlassen musste. Dabei bot Ouma, ein ehemaliger Kindersoldat aus Uganda, nicht nur während der Runden eine atemberaubende Show, auch die jeweils einminütige Ringpause wusste der Afrikaner unterhaltsam zu nutzen – und zwar als Tanzgenie, den Rhythmen der tönenden Musik folgend. Nun also darf sich Sieger Essaoudi auf einen Titelkampf gegen Rafael Bejaran (25-2-1, 11 K.o.) freuen.

Bejaran selbst stieg am Ende des Abends noch in den Ring, jedoch war sein Aufenthalt dort nicht von langer Dauer. Gegen den Ungarn Gabor Farkas (17-17-2, 2 K.o.) benötigte der karibische Faustkämpfer nur wenige Sekunden und ein paar gezielte Schläge auf die ungarische Leber, um den Besitzer eben jener ziemlich früh auf die Bretter zu schicken. „Ilias hat hier einen starken Kampf geboten, doch“, so Bejaran selbstbewusst, „ist er nicht stark genug, um mich zu stoppen.“

Gestoppt wurde indes fast Schwergewichtsboxer Dennis Lewandowski (13-1-0, 6 K.o.) von einem gerissenen Trommelfell. Der Greifswalder konnte jedoch trotz dieser Verletzung einen einstimmigen Punktsieg gegen den Ungarn Zoltan Csaka (11-14-0, 9 K.o) feiern. „Ich habe mich mehr auf mein verletztes Ohr als auf meinen Gegner konzentriert. Daher zählt am Ende nur der Sieg“, sagte der „Ostseehammer“.

Auch der Frauen-Titelkampf im Halbweltergewicht zwischen Beke Bas (10-0-0, 5 K.o.) und Karina Kapinska (10-22-3, 3 K.o.) liess keinerlei Wünsche offen, die Intensität des Kampfes verblüffte gar das Publikum. Am Ende sicherte sich Bas gegen die blutüberströmt stark fightende Polin knapp aber verdient den Deutschen Meistertitel. Sebastiano Lo Zito (10-0-0, 5 K.o.), Artur Werschinin (6-0-0, 5 K.o.) und Alex Pavlov (2-0-0, 2 K.o.) gingen ebenfalls als verdiente Sieger aus dem Ring.

Foto: 

Foto und Text: Peter Krüger